Lippenherpes

(auch: Herpes labialis, Fieberblasen)

Lippenherpes – Ein Überblick

Viren (Herpes-simplex-Viren) lösen die Erkrankung aus.

Lippenherpes ist sehr häufig! In Deutschland tragen 60-90% der Menschen den Virus (HSV1) in sich. Allerdings bricht nicht bei jedem Menschen die Erkrankung aus.

Typisch sind kleine Bläschen und Geschwüre, meistens auf einer Seite der LippeHerpes ist hoch ansteckend!

Es gibt keinen sicheren Schutz vor Herpes. Du solltest den direkten Kontakt zu den Bläschen oder Geschwüren meiden.

Man kann Herpes behandeln, aber nicht komplett heilen. Ist der Virus einmal in deinem Körper, kann er immer wieder aktiv werden.

FAQ

Ist Herpes an der Lippe gefährlich?
Die Erkrankung ist in der Regel harmlos, aber lästig. Bei gesunden Menschen, heilt sie meist folgen- und narbenlos ab.


Was sind die Symptome bei Lippenherpes?
Kleine schmerzhafte Bläschen oder Geschwüre, meistens auf einer Seite der Lippe. Eine Erstinfektion verläuft häufig mit stärkeren Beschwerden.


Woran merke ich, dass Herpes ausbricht? 
Frühe Anzeichen eines neuen Herpes-Ausbruches sind:

Ist Herpes heilbar?
Bist du einmal mit dem Virus infiziert, kann der Erreger immer wieder aktiv werden. Eine komplette Heilung ist nicht möglich.


Ist Herpes ansteckend?
Ja, sehr sogar! Die höchste Ansteckungsgefahr ist bei einem aktiven Ausbruch.


Wo sind die Herpes-Viren an der Lippe?
Die Viren finden sich hauptsächlich an der infizierten Stelle, insbesondere in der Flüssigkeit der Bläschen, aber auch im Speichel.


Wie wird Herpes übertragen?
Du kannst Herpes weitergeben oder bekommen durch

Kann Lippenherpes beim Küssen übertragen werden?
Ja. Bei einem akuten Ausbruch sollte daher auf Küssen verzichtet werden! Herpes ist nicht nur ansteckend, wenn die typischen Bläschen zu sehen sind, sondern bis zum Abfallen der Kruste.


Kann Lippenherpes auf die Genitalregion übertragen werden?
Beim Oralsex kann Lippenherpes auf die Schleimhäute der Geschlechtsorgane übertragen werden und sich Genitalherpes entwickeln. Verzichte daher auf Oralverkehr während eines akuten Ausbruches!


Wie lange ist Herpes ansteckend?
Herpes ist insbesondere während eines akuten Ausbruches infektiös. Solange du also Bläschen und Geschwüre siehst, ist Herpes definitiv ansteckend. Je weiter die Verkrustung fortgeschritten ist, desto mehr sinkt die Übertragungsgefahr. Allerdings werden auch nach Abfallen der Kruste geringe Mengen von Herpes-Viren freigesetzt.


Was tun, wenn die Bläschen aufplatzen?
Du solltest besonders aufpassen, dass du hier die Viren über Schmierinfektion nicht weitergibst. Fasse nicht auf die infizierten Stellen, auch wenn es juckt und kratzt! Falls du mit den Bläschen in Kontakt kommst, dann wasche danach gründlich deine Hände!


Wie viele Menschen in Deutschland haben Herpes an der Lippe?
Sehr viele Menschen tragen Herpes-Viren in sich! In Deutschland sind es 60-90%. Bei 20-40% bricht die Krankheit irgendwann im Leben aus.


Wie lange dauert es, bis Herpes an der Lippe weg ist?
Wie lange genau ein Herpes-Ausbruch dauert ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.Lippenherpes heilt aber in der Regel narbenlos innerhalb von 1-2 Wochen von selbst ab.


Warum kommt Herpes immer wieder?
Bei einer Erstinfektion dringen die Viren durch kleinste Haut- und Schleimhautrisse ein. Einige wandern zu Nervenzellkörperansammlungen (Ganglien) und verstecken sich so vor dem menschlichen Abwehrsystem. Ist das Immunsystem geschwächt, kann Herpes erneut ausbrechen.


Wann tritt Herpes erneut auf?
Wenn dein Immunsystem geschwächt ist oder deine Nerven gereizt werden, kann Lippenherpes erneut ausbrechen:

Kann Herpes von Stress kommen?
Ja. Hast du viel psychischen Stress schüttet dein Körper bestimmte Hormone (wichtige Botenstoffe) aus. Diese unterdrücken anti-virale Abwehrfunktionen des Körpers. Herpes kann so erneut ausbrechen.


Wie oft im Jahr ist Lippenherpes normal?
Das ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Betroffene, die immer wieder unter Herpes-Ausbrüchen leiden, haben meist ein- bis zweimal pro Jahr Reaktivierungen. Bei 5-10% finden mehr als 5 Ausbrüche pro Jahr statt.


Wie kann ich Herpes vorbeugen?
Du kannst Herpes vorbeugen, indem du

Wenn du häufiger mit Lippenherpes zu tun hast, können vorbeugende Medikamente eine gute Maßnahme sein.


Wie kann ich ein gesundes Immunsystem fördern, um Herpes vorzubeugen?
Ein gesundes und intaktes Immunsystem kann gefördert werden durch:

Welche Maßnahmen kann ich bei einem akuten Ausbruch von Lippenherpes ergreifen?
Als Schutz für einen selbst und andere Menschen, sollte man bis zum vollständigen Abheilen der Bläschen und Krusten:

Wie wird Herpes diagnostiziert?
Meistens als Blickdiagnose, d.h. es wird von den Ärzten anhand der typischen Symptome erkannt.

Wie kann ich Herpes schnell loswerden?
Sobald die Lippe kribbelt oder andere erste Anzeichen auftreten, solltest du mit der Behandlung beginnen. Hier gilt: Je früher, desto besser!

Folgende Mittel helfen bei einem Herpes-Ausbruch:

Wie werden virushemmende Salben und Cremen am besten aufgetragen?
Zum Auftragen der Salben und Cremen solltest du ein sauberes Wattestäbchen benutzen. Danach wasche gründlich deine Hände.


Wie lange müssen virushemmende Salben und Cremen aufgetragen werden?Üblicherweise werden die Salben und Cremen in einem Zeitraum von oft 5 Tagen alle 2-3 Stunden aufgetragen. Hat sich eine Kruste gebildet, wird die Anwendung meist als nicht mehr sinnvoll angesehen.


Wie oft müssen virushemmende Tabletten eingenommen werden?
Tabletten müssen weniger oft angewendet werden als Salben und Cremen. Hier reicht je nach Wirkstoff eine Einnahme über 1 bis 7 Tage ein- bis zweimal täglich.


Was kann ich tun, wenn ich sehr oft mit Herpes zu tun habe?
Hast du sehr oft Herpes-Ausbrüche (> 6x pro Jahr), können virushemmende Tabletten in niedriger Dosierung vorbeugend über 12 Monate eingenommen werden.


Kann ich mich gegen Herpes an der Lippe impfen lassen?
Leider gibt es aktuell keine zugelassene Impfung gegen Herpes. Wann sollte ich mit


Herpes zum Arzt?
Üblicherweise lässt sich ein Herpes an der Lippe selbst mit virushemmenden Salben und Cremen aus der Apotheke behandeln. Wenn Herpes allerdings sehr oft im Jahr, länger als 2 Wochen besteht oder andere Symptome bzw. Komplikationen (wie Fieber) auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Das gilt auch für Herpes am Auge oder im Genitalbereich.

Herpes - was ist das?

Herpes ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren hervorgerufen wird.

Herpes an der Lippe kennen viele Menschen: Nach Kribbeln oder Jucken schwillt die Lippe an und es bilden sich kleine, lästige Bläschen. Viele Menschen in Deutschland tragen diese Viren in sich, doch nicht bei allen kommt es zu einem Ausbruch. Wer einmal angesteckt ist, behält die Erreger ein Leben lang in sich. Woran erkenne ich einen Herpes? Wie wird er übertragen und was kann ich tun? Diese Fragen und noch weitere sollen nun geklärt werden.

Welche Symptome verursacht ein Herpes an der Lippe?

Charakteristisch für einen Lippenherpes ist die Bildung schmerzhafter Bläschen und Geschwüre, die sich häufig nur auf einer Seite der Lippe befinden. Diese können sich aber auch auf Bereiche in der Mundhöhle oder auf angrenzende Hautstellen ausbreiten. Die entstandenen Bläschen sind mit einer klaren Flüssigkeit gefüllt, die eine hohe Menge an Herpesviren enthält und somit sehr ansteckend ist.

Die Bläschen platzen innerhalb von wenigen Tagen auf. Dies kann beispielsweise schon beim Sprechen, Lachen oder Kauen passieren. Durch das Aufplatzen nässen die Stellen und es entstehen kleine, offene Wunden. Flüssigkeiten (wie Saft oder Essig) oder säuerliche Nahrungsmittel können diese Wunden zusätzlich reizen. Nach einigen Tagen schließen sich die Stellen. Es entsteht eine Kruste, die leicht einreißen und bluten kann. Der Schorf fällt im Verlauf ab und hinterlässt neue, gesunde Haut.

Wie lange dauert ein Herpes-Ausbruch?

Lippenherpes heilt innerhalb von 1-2 Wochen von selbst. Es bleiben keine sichtbaren Narben an den Stellen zurück, an denen die kleinen Wunden waren.

Wie verläuft ein Ausbruch bei einer Erstinfektion?

Bricht Herpes zum ersten Mal auf, ist das häufig mit stärkeren Beschwerden verbunden. Der Grund dafür ist, dass der Körper noch keine Antikörper gegen den Virus gebildet hat. Das sind Eiweiße, die vom Immunsystem gebildet werden, um Krankheitserreger zu bekämpfen.  

Manchmal treten hier Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit und geschwollene Lymphknoten im Bereich des Nackens auf.

Insbesondere Babys und Kleinkinder, die zum ersten Mal in Kontakt mit dem Virus kommen, können fiebern und eine sogenannte Mundfäule entwickeln. Dabei entzündet sich die Mundschleimhaut stark. Es entstehen die typischen Bläschen und oberflächliche Geschwüre, die Schmerzen beim Kind verursachen. Außerdem bildet sich ein fauliger Mundgeruch aus, der namensgebend ist.

Woran bemerkt man vorher, dass Herpes ausbricht?

Eine Erstinfektion verläuft meist ohne frühe Hinweise auf die Erkrankung. Anders ist es bei einem Wiederauftreten (Rezidiv) von Herpes:

Viele betroffene Menschen bemerken einige Stunden oder am Tag vorher bereits erste Anzeichen vor dem eigentlichen Ausbruch mit der Bläschenbildung. Diese können sehr unterschiedlich ausfallen oder sogar komplett fehlen. Dazu gehören:

Was sind die Komplikationen von Herpes?

Lippenherpes ist unangenehm, aber prinzipiell harmlos. Bei gesunden Menschen heilt er in der Regel folgenlos ab.

Was sind mögliche Folgen einer Herpes-Erkrankung?

Es kann zu einer sogenannten Superinfektion kommen, bei der die betroffenen Stellen zusätzlich mit Bakterien oder Pilzen infiziert werden. Offene Wunden und eine geschwächte Abwehr fördern das Auftreten solcher Besiedlungen. Die Beschwerden können dadurch stärker sein und auch länger andauern.

Bei Kontakt mit dem Auge kann eine Verminderung der Sehkraft auftreten, da die Hornhaut angegriffen wird.

Bei Menschen mit Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder Schuppenflechte können größere Areale der Haut betroffen sein. Das kommt aber eher selten vor.

In seltenen und schweren Fällen kann der Virus auch innere Organe, wie das Nervensystem oder das Gehirn, betreffen und dort eine Entzündung auslösen (Herpes-simplex-Enzephalitis).

Haben Menschen ein stark geschwächtes Immunsystem (z.B. durch eine Chemotherapie, nach einer Knochenmarks- oder Organtransplantation, durch bestimmte Medikamente wie Kortison oder durch HIV) verläuft eine Herpes-Erkrankung oft schwerer und länger.

Das Östrogen hemmt die Eireifung im Eierstock
Das Gestagen sorgt für ein erschwertes Vordringen der Spermien in die Gebärmutter
Weitere Wirkungen:
Hemmung der für den Eisprung zuständigen Hormone
Auch bei Frauen, die an starken Menstruationsbeschwerden leiden, wird gerne eine Pille mit Gestagen eingesetzt, da es die Beschwerden lindern kann
Hemmung des Wachstums der Gebärmutterschleimhaut
Dadurch kann sich ein befruchtetes Ei nicht mehr so leicht in deiner Gebärmutter einnisten
Die Generationen der Estrogen-Gestagen-Kombinationen:
Inhaltsstoffe und Arzneimittel
Gestagen
Estrogen
Arzneimittel (Beispiel)
1. Generation
Norethisteron
Ethinylestradiol oder Mestranol, > 50 µg
Kliogest®; nur noch zur Hormonersatztherapie zugelassen
2. Generation
Levonorgestrel, Norethisteron
Ethinylestradiol, 20 – 30 µg
Evaluna®, Synphasec®
3. Generation
Desogestrel, Gestoden, Norgestimat

Lamuna®, Minulet®, Marvelon®, Cilest®
4. Generation
Drospirenon, Chlormadinon, Dienogest, Nomegestrol

Maitalon®, Belara®,
Maxim®, Zoely® (enthält Estradiol 1,5 mg)

Was ist die Ursache für Herpes an der Lippe?

Herpes-simplex-Viren verursachen Lippenherpes. Diese lassen sich weiter in Typ1 (HSV1) und Typ 2 (HSV2) einteilen. Insbesondere HSV1 löst den Lippenherpes aus, während der HSV2 hauptsächlich für den Genitalherpes verantwortlich ist. Allerdings ist es auch möglich, dass umgekehrt HSV2 eine „Herpes-Lippe“ bedingt, wenn beispielsweise bei Sexualpraktiken eine Ansteckung vom Intimbereich auf die Lippen erfolgt.  

Bei einer Erstinfektion dringt der Virus durch kleinste Haut- und Schleimhautrisse in Nervenendigungen ein. Danach bewegt er sich entlang der Nerven in Richtung des zentralen Nervensystems (Rückenmark und Gehirn), wo er sich innerhalb der Ganglien absetzt. Nervenganglien sind Knotenpunkte, an denen viele Nerven an einer Stelle zusammenlaufen. Lippenherpesviren setzen sich in Ganglien der Gesichtsnerven (Trigeminusnerv) fest. An dieser Stelle entziehen sich die Viren dem Immunsystem und verharren in einer Art Ruhezustand. Hat einmal eine Erstinfektion stattgefunden, verbleiben sie ein Leben lang dort.

Welche Reize begünstigen einen Ausbruch von Lippenherpes ?

Bei Schwächung des Immunsystems oder Reizung der Nerven kann es zu einem erneuten Ausbruch von Herpes kommen. Dabei erwachen die Viren aus ihrem Ruhezustand in den Ganglien (Nervenknotenpunkte). Dies bezeichnet man als Reaktivierung.  

Folgende Auslöser begünstigen ein Wiederauftreten der Erkrankung:

Manche Menschen glauben, dass Herpes durch Ekel ausgelöst werden kann. Dies ist aber mithilfe von Studien nicht belegt.

Unter manchen Betroffenen, die immer wieder unter Herpes-Ausbrüchen an der Lippe leiden, findet eine Reaktivierung meist ein- bis zweimal pro Jahr statt. Bei 5-10% zeigen sich mehr als 5 Ausbrüche im Jahr.  

Jede körperliche Schwächung birgt das Risiko eines neuen Ausbruches. Warum manche Betroffenen aber immer wieder Ausbrüche haben und andere nicht, ist wissenschaftlich noch nicht vollständig bewiesen. Die Stärke der Beschwerden sinkt aber oft mit zunehmender Zeit.

Ist Lippenherpes ansteckend?

Als virale Krankheit ist Herpes übertragbar. Die Ansteckung erfolgt von Mensch zu Mensch und kann leicht geschehen. Herpes ist nur während der Primärinfektion oder einer Reaktivierung infektiös. Das bedeutet, dass keine Gefahr einer Übertragung von den Viren ausgeht, wenn sie sich im Ruhezustand in den Ganglien befinden.

Wie wird Lippenherpes übertragen?

Die Infektion mit Herpes kann über verschiedene Wege laufen:

Wie lange ist Herpes ansteckend?

Die Ansteckungsgefahr mit Herpes-Viren ist hoch.

Solange Bläschen und Geschwüre sichtbar sind, ist Herpes definitiv ansteckend. Das Risiko für eine Übertragung sinkt allerdings, wenn sich eine Kruste über die Stellen gebildet hat und keine neuen Bläschen zu erkennen sind. Damit sinkt die Ansteckungsgefahr je weiter die Verkrustung fortgeschritten ist. Selbst nach Abfall der Kruste werden aber immer noch geringe Mengen der Herpes-Viren abgegeben.

Wie ist die Häufigkeit von Herpes in Deutschland?

Ungefähr 60-90% der Menschen in Deutschland haben das HSV1 (Herpes simplex Typ1) in sich. Das Risiko, sich persönlich infiziert zu haben, nimmt mit steigendem Alter zu. Meistens aber geschieht die Erstinfektion unbemerkt vor dem sechsten Lebensjahr. Viele Träger bemerken nie etwas von der Infektion. Schätzungsweise bricht bei 20-40% irgendwann im Leben die Erkrankung aus und kann zu einem wiederkehrenden Problem werden.

Wie kann man Herpes vorbeugen?

Das Risiko, an Lippenherpes zu erkranken, lässt sich durch vorbeugende Maßnahmen verringern.  

Es sollten möglichst Reize, die Herpes-Viren aktivieren, vermieden werden. Ein Verwenden von Sonnencremes und eine gute Pflege der Lippen sind hierbei mögliche Vorgehensweisen. Bei spröden, rissigen Lippen tritt Herpes leichter auf.  

Es wird zudem empfohlen, ein intaktes Immunsystem zu fördern, indem man

Wer mit Lippenherpes häufiger zu tun hat, kann auf vorbeugende Medikamente zugreifen. Allerdings ist deren Wirksamkeit als Schutz vor Lippenherpes kaum untersucht.  

Bei fehlenden Beschwerden werden immer noch geringe Mengen an Virus ausgeschieden.Daher ist es auch außerhalb eines Herpes-Ausbruches möglich, andere Menschen zu infizieren.Weil das aber nur sehr selten vorkommt, kann ohne einen akuten Ausbruch auf Vorsichtsmaßnahmen verzichtet werden.

Was sollte man bei einem akuten Ausbruch von Lippenherpes tun?

Um sich selbst und andere zu schützen, sollte man bis zum vollständigen Verschwinden der Lippenbläschen und Krusten

Ist Herpes für Neugeborene gefährlich?

Für Neugeborene bis zur achten Lebenswoche ist Herpes besonders gefährlich. Ihr Immunsystem ist noch unreif. Hat ein Familienmitglied oder ein Elternteil Herpes, sollte

Gibt es eine Impfung gegen Herpes?

Gegen Lippenherpes gibt es aktuell keine Impfung, die zuverlässig gegen die Auslöser HSV1 und HSV2 wirkt.

Wie wird Lippenherpes diagnostiziert?

Herpes an der Lippe kann leicht anhand der typischen Symptome als Blickdiagnose erkannt werden. Die Anzeichen sind dabei so charakteristisch, dass keine weitere Diagnostik notwendig ist. Oft wissen betroffene Menschen bereits vor dem Ausbruch, was sich anbahnt. Daher ist bei einer Reaktivierung der Herpes-Viren in der Regel kein Arztbesuch nötig. Ausnahmen sind, wenn der Ausbruch mit Komplikationen einhergeht oder ähnliche Erkrankungen ausgeschlossen werden müssen.

Wenn in seltenen Fällen der Herpes an anderen Körperstellen auftritt, kann der Arzt die Flüssigkeiten in den Bläschen auf Herpes-Viren im Labor untersuchen lassen.

Eine Krankschreibung ist bei einem Ausbruch von Herpes nicht nötig.

Wie wird ein Lippenherpes behandelt?

Weil Lippenherpes in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen von selbst abheilt, ist eine Therapie nicht zwingend notwendig. Virushemmende Medikamente können aber die Dauer des Ausbruches verkürzen. Eine vollständige Heilung von dem Virus ist nicht möglich, weil sich dieser immer wieder in die Nerven zurückziehen kann.

Was hilft gegen Herpes?

Virushemmende Cremes, Gele und Salben (Virostatika) können die Dauer des Ausbruches um ungefähr einen Tag verkürzen. Teilweise unterbinden sie auch die Bildung von Bläschen und Krusten. Die Mittel beinhalten häufig die Wirkstoffe Aciclovir und Penciclovir. Man kann sie rezeptfrei in der Apotheke erhalten.

Sobald sich die ersten Symptome zeigen (auch beispielsweise schon bei Kribbeln und Jucken), sollte mit der Behandlung des Lippenherpes begonnen werden. Die Mittel können nur dann eine gute Wirksamkeit zeigen, wenn sie möglichst früh und konsequent aufgetragen werden. Dabei sollten sie in einem Zeitrahmen von oft 5 Tagen alle 2-3 Stunden aufgetragen werden. Im Verkrustungsstadium ist eine Anwendung solcher Mittel nicht mehr als sinnvoll erachtet.

Ein Auftragen sollte mithilfe von Wattestäbchen erfolgen. Danach sollten die Hände gewaschen werden, um das Ansteckungsrisiko zu reduzieren.

Tabletten zum Einnehmen bei Lippenherpes

Virushemmende Tabletten sind in der Regel gut verträglich und können die Krankheitsdauer um ungefähr einen Tag verkürzen. Ein Vorteil gegenüber Cremes, Gelen und Salben liegt darin, dass sie nicht so oft eingenommen werden müssen. Je nach Mittel und Dosierung werden sie in einem Zeitrahmen von 1-7 Tagen ein-bis zweimal geschluckt. Gerade bei Menschen mit einer Nierenschwäche können aber geringere Dosierungen angebracht sein.

Es ist nicht eindeutig, ob Medikamente zum Auftragen oder Einnehmen bei ansonsten gesunden Betroffenen wirksamer sind. Allerdings zeigen Tabletten bei immungeschwächten Menschen eine größere, schützende Wirksamkeit.  

Gerade bei schwereren Verläufen oder der Gefahr einer Ausbreitung werden Tabletten oder Infusionen verwendet.

Bei sehr häufig wiederkehrenden Herpes-Ausbrüchen (mehr als 6 mal pro Jahr) kann eine vorbeugende Gabe von niedrig-dosierten Tabletten über 12 Monate angemessen sein.

Sind die Tabletten rezeptpflichtig?

Virushemmende Tabletten sind im Gegensatz zu den Salben rezeptpflichtige Medikamente und werden vom Arzt verschrieben. Sie können bei Bedarf ein Rezept auch direkt hier über unsere Sprechstunde bei einem unserer Ärzte anfordern.

Pflaster bei Lippenherpes?

Als weitere Möglichkeit stehen sogenannte Herpes-Patches zur Verfügung. Das sind Pflaster, die keine virushemmenden Wirkstoffe beinhalten.  

Sie bieten jedoch einige Vorteile:Sie schützen die betroffenen Hautstellen vor Schmutz und anderen äußeren Reizen. Außerdem wird die Übertragung der Viren eingedämmt, weil die Areale sauber abgedeckt werden. Das hat insbesondere einen Nutzen, wenn ein enger Kontakt mit Kleinkindern und Kindern besteht oder im Gesundheitswesen gearbeitet wird. Außerdem handelt es sich um Hydrokolloid-Pflaster, die ein feuchtes Milieu zur Wundheilung herstellen. Das soll ein besseres Abheilen bewirken.  

Optisch gesehen fallen die Herpes-Pflaster mit ihrem durchsichtigen Aussehen weniger auf als manche Salben. Sie können außerdem mit Make-up oder Lippenstift abgedeckt werden. Eine Kombination mit Medikamenten zum Auftragen ist nicht zu empfehlen, weil dann die Haftbarkeit der Herpes-Patches verringert werden.

Löst sich das verwendete Pflaster ab, sollte es gegen ein neues getauscht werden.

Hausmittel gegen Lippenherpes

Hausmittel gegen Lippenherpes gehören nicht zu der Gruppe der klassischen Medikamente. Sie sind daher nicht verschreibungspflichtig. Obwohl deren Wirksamkeit wissenschaftlich kaum untersucht und belegt ist, bieten sie eine mögliche Alternative zur Behandlung. Bei einem eingegrenzten Ausbruch von Herpes auf der Lippe können pflegende und austrocknende Maßnahmen bereits eine Möglichkeit sein, auf die man zugreifen kann.

Je früher eine Anwendung erfolgt, desto besser. Folgende Mittel werden häufig verwendet:

Zum Auftragen der Hausmittel sollten Wattestäbchen verwendet werden. Danach sollten gründlich die Hände gewaschen werden.

Packung S

Pillen:21 Stück

Dauer:1 Monat

Preis:17,01 €

Packung M

Pillen:63 Stück

Dauer:3 Monate

Preis:26,47 €

Packung L

Pillen:126 Stück

Dauer:6 Monate

Preis:38,94 €

Quellen

Herpes - Symptome und Folgen: aidshilfe.de

Herpesvirus - Infektionen: amboss.com

Lippenherpes - Symptome: apotheken-umschau.de

Lippenherpes - Tipps gegen Lippen aufblühen: deutsche-apotheker-zeitung.de

Herpes simplex Infektion im Mund: deximed.de

Herpes - Simplex Virus: flexicon.doccheck.com

Teebaumöl: flexicon.doccheck.com

Tricks gegen Herpes Viren: gesundheitsforschung-bmbf.de

Vorbeugung gegen Lippenherpes?: gesundheitsinformation.de